Ziele und Inhalte

1977 wurden auf der ersten Arbeitstagung in Gießen in ersten Gesprächen zwischen Zahnärzten und Rechtsmedizinern zehn Arbeitsgruppen gebildet:

  1. Begutachtungen im Zivil- und Strafrecht
  2. Probleme der Nomenklatur
  3. Katalogisierung von Identitätsmarken
  4. Technik der Befunderhebung
  5. Altersschätzung
  6. Identifizierungshilfen
  7. Chemisch-physikalische Einwirkungen auf das Kausystem
  8. Bissmarken und deren Spurensicherung
  9. Codierung der Befunde
  10. Rückschlüsse aus Art und Material zahnärztlicher Arbeiten


In ihnen sind Rechtsmediziner, Zahnärzte, Rechtsanwälte und Kriminologen tätig. Die ein Jahr nach Gründung des Arbeitskreises in Giessen aufgestellten Arbeitsthesen sprechen die Tellgebiete der gerichtlichen Zahnheilkunde an. Zu den Gründlungsmitgliedern seitens der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin zählten Prof. Dr. med. Horst Leithoff und Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Rolf Endris vorn Institut für Rechtsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Auf Grund der hohen Spezialisierung dieses Aufgabengebietes war eine internatonale Ausrichtung schon sehr früh erforderlich.

Auf dem 12. Meeting der International Association of Forensic Sciences (IAFS) und der International Organisation for Forensic Odontostomatology (IOFOS) wurde 1990 in Adelaide, Australien, die Präsidentschaft für das folgende Triennium an Deutschland vergeben und Dr. Dr. Klaus Rötzscher, Speyer, wurde zum Präsident von IOFOS gewählt. 1993 wurde Düsseldorf zum Austragungsort des 13. Meetings, eine Veranstaltung, die dem internationalen Ansehen des interdisziplinären Arbeitskreises diente.